Verarbeitung traumatischer Erlebnisse und anderer stark belastender Themen mittels EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), einer der am besten wissenschaftlich untersuchten und anerkannten Traumatherapie Formen. Zentrales Element der EMDR-Methode ist das „Prozessieren“ mittels bilateraler visueller Stimulation: Während der Klient die belastende Situation fokussiert, folgen seine Augen den Handbewegungen des Therapeuten von links nach rechts. Alternativ zu den Handbewegungen können zur bilateralen Stimulation Töne eingesetzt werden (auditiv) oder Knie/Handrücken/Schultern des Klienten angetippt werden (taktil). Durch die wechselnde Links-Rechts-Stimulierung des Gehirns kommt es zu neuen Verknüpfungen von zuvor isolierten oder fragmentiert abgespeicherten Teilen der Erinnerung.

Im Verlauf der Sitzung(en) verblasst die belastende Erinnerung Stück für Stück und die Symptome des Traumas werden aufgelöst. Das Erlebte wird nicht gelöscht, aber in Zukunft springt nicht nur das Belastungs-Netzwerk an, sondern gleichzeitig auch das Ressourcen-Netzwerk. Somit kann der Klient eine neue, entlastete Perspektive auf das Geschehen entwickeln.

Wann EMDR?

Im Rahmen meiner Arbeit setze ich die EMDR Methode zumeist dann ein, wenn wir in der Beratung mit dem reinen Gespräch „an die Grenze“ kommen. Dies ist oft dann der Fall, wenn der Klient in einem bestimmten Denk- und Verhaltensmuster „verharrt“, welches sich im Laufe der Zeit etabliert hat – zum Schutz oder als Reaktion auf ein erlebtes Trauma oder wiederkehrende erlebte Erfahrungen. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht hat, eine individuelle Kombination aus Gesprächstherapie und EMDR zu machen. Alles im Einklang und nach Absprache mit dem Klienten.